21 Ein offener Leistungstatbestand des § 27 hätte zu einem notwendigen niedrigschwelligeren Zugang zur Hilfe zur Erziehung beigetragen. Berechtigt zur eigenständigen Geltendmachung des Anspruchs auf Hilfe zur Erziehung ist ein minderjähriger Elternteil ab Vollendung des 15. Der Verwaltungsakt muss inhaltlich hinreichend bestimmt sein (§ 33 Abs. Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen waren ursprünglich im RegE zum KJHG im Rahmen der Hilfe zur Erziehung nur in Verbindung mit Heimerziehung oder einer sonstigen betreuten Wohnform (§ 34) vorgesehen. 66 Die Geltendmachung des Anspruchs kann nur durch Antrag erfolgen (so auch Maas, NDV 1993, S. 467). (1) Ein Personensorgeberechtigter hat bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe (Hilfe zur Erziehung), wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. 66 ff.). Nicht die Jugendhilfe, sondern die Staatsanwaltschaft bzw. Die jetzige allgemeine Regelung des § 27 wurde auf Anregung des Bundesrates ins Gesetz aufgenommen. § 27 durchgeführt werden, könnte das nur unter den Voraussetzungen und bei Beachtung der Zielsetzungen des SGB VIII erfolgen. 2 JGG). dann nicht in Betracht, wenn die Kinder und Jugendlichen von ihrem eigenen Recht auf Eingliederungshilfe rechtswirksam Gebrauch machen. Dementsprechend ist zur Umsetzung der richterlichen Anordnung die Einwilligung bzw. 2, § 41 Abs. „Produktpläne“ diese Flexibilität ausschließen oder einschränken, stehen im Widerspruch zum Gesetz (s. auch Rz. 5 ff.). Haager Minderjährigenschutzabkommen (MSA; vgl. Das Kind oder der Jugendliche hat dabei keinen eigenen Rechtsanspruch auf die Hilfe zur Erziehung. Es beschränkt sich nicht auf die Familie. Aus § 27 Abs. Lebensjahr ein eigenes Antragsrecht auf Sozialleistungen einräumt, findet im Zusammenhang mit Hilfe zur Erziehung mangels eigenem  Rechtsanspruch der jugendlichen keine Anwendung (s. Rz. Die pädagogischen Ziele von Heimerziehung nach § 34, die auf Rückkehr in die eigene Familie, auf Vorbereitung eines Pflegefamilienaufenthaltes oder mit der Absicht der Verselbständigung auf einen längeren Heimaufenthalt angelegt sind, stehen dabei jedoch im deutlichen Widerspruch zu der mit der Anordnung nach § 71 Abs. Pflegen Großeltern ihr Enkelkind, besteht Anspruch auf Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege bei den Großeltern nur dann, wenn diese nicht nur zur unentgeltlichen Pflege nicht bereit sind, sondern sie darüberhinaus die Pflege des Enkelkindes auch nicht in Erfüllung ihrer Unterhaltspflicht leisten (BVerwG a.a.O.). Juni 1991, GBI. Wiesner, FuR 1990, S. 326 ff. 1 jetzt einheitlich die Bedingung, dass eine dem Kindeswohl entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist (Rz. 1, Kap. Freunde, Nachbarn, die Clique, die Schule, der Arbeitsplatz, das Jugendzentrum sein. Pädagogische Leistungen sind das primäre Grundelement der Hilfe zur Erziehung. Der in der Praxis immer wieder erhobenen Forderung, bei der Formulierung der Voraussetzungen der Hilfe zur Erziehung auf Negativklauseln zu verzichten, da sie in der Regel von Eltern das Eingeständnis eines Scheiterns verlangen, ist der Gesetzgeber nicht nachgekommen. 67 3 Satz 1 qualifiziert werden (vgl. 3 Satz 2 verweist auf Maßnahmen im Sinne des § 13 Abs. Rz. 3, §§ 42, 43. v. 11.9.2012 I 2022; Zuletzt geändert durch Art. Er ist gemäß dieser Vorschrift Inhaber der tatsächlicher Personensorge und somit Inhaber des Anspruchs im Sinne des § 27 (vgl. Eine Heimunterbringung nach § 71 Abs. m. § 36 Abs. 2 JGG eine Entscheidung durch Urteil entbehrlich ist (§ 47 Abs. Die Begriffe der Gefährdung, Schädigung und Verwahrlosung waren in hohem Maß stigmatisierend. Die Entscheidungen des BVerfG beziehen sich bisher auf Prüfungsentscheidungen (BVerfG, NJW 1991, S. 2007 und 2010), auf die Jugendgefährdung von Schriften (BVerfG, NJW 1991, S. 1474) und auf die Frage der Zulassung einer privaten Grundschule (BVerfG, DVB1.1993, S. 485), machen aber darüber hinaus auch für die anderen Verwaltungsbereiche wie die Jugendhilfe ein verändertes Verständnis des Beurteilungsspielraumes deutlich. Der Anspruch richtet sich auf Hilfe zur Erziehung in Gestalt einer konkreten Hilfeform, deren Art und Umfang gem. Die Vollzeithilfe ist gemäß den § 27 und 33 SGB VIII eine lebensfeldersetzende Hilfe. aus Elementen bisheriger Hilfearten) oder die bekannten Formen weiterzuentwickeln (vgl. 1 Nr. Klatetzki, 1993, S. 114 ff.). Die Hilfe ist in der Regel im Inland zu erbringen; sie darf nur dann im Ausland erbracht werden, wenn dies nach Maßgabe der Hilfeplanung zur Erreichung des Hilfezieles im Einzelfall erforderlich ist. 63 Zur Frage, ob überhaupt eine für das Kindeswohl richtige Entscheidung denkbar ist, vgl. Außerdem wider spricht sie den Grundprinzipien einer partnerschaftlich orientierten, emanzipatorischen Pädagogik. ; Merchel, ZU 1997, S. 368 ff.). Das Ausschöpfen, d.h. das automatische Durchlaufen pädagogisch zunächst weniger intensiver Angebote, bevor eine pädagogisch intensivere Hilfeart geleistet wird, ist vom Gesetz nicht vorgesehen. Um Hilfe zur Erziehung im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Beteiligungsstrukturen durchführen zu können, können auch Eingriffe in die Mitwirkungsrechte der Eltern bzw. 2 Satz 2). Die Erfahrungen der Praxis zeigen, dass Erziehung und Therapie in geschlossenen Einrichtungen der Jugendhilfe in der Regel nur eine vorübergehende Anpassung und den Rückfall in alte Verhaltensmuster nach der Entlassung bewirken. Für die Verwaltungstätigkeit der Jugendhilfebehörden gelten die Vorschriften des SGB X (§ 1 Abs. Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen (§ 27 Abs. Damit ist das Jugendgericht jedoch nicht legitimiert, Hilfe zur Erziehung im Sinne von § 27 anzuordnen. Voraussetzung für einen Anspruch auf Hilfe zur Erziehung ist, dass eine dem Kindeswohl entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist. § 12 JGG kann der Richter nach Anhörung des Jugendamtes Jugendlichen als strafrechtliche Sanktion auferlegen, unter den im SGB VIII genannten Voraussetzungen Hilfe zur Erziehung in Form der Erziehungsbeistandschaft i.S.d. Lebt ein Kind oder ein Jugendlicher zwei Jahre bei einer Pflegeperson und ist sein Verbleib bei der Pflegeperson auf Dauer zu  erwarten, ist der örtliche Träger zuständig, in dessen Bereich die Pflegeperson ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat (§ 86 Abs. Der soziale Trainingskurs ist als Hilfe zur Erziehung im SGB VIII nicht genannt, ist aber inhaltlich u.U. Die Bestellung eines Pflegers wird in der Praxis in der Regel für notwendig erachtet, wenn gegen den Willen der Eltern Fremdunterbringung durchgeführt werden soll. Gem. Die Gewährung der Hilfe zur Erziehung steht nicht unter einem Haushaltsvorbehalt. Handelt es sich bei dem minderjährigen Elternteil z.B. Fraglich ist, für welchen Wirkungskreis die Pflegschaft in diesem Fall zu bestellen ist. Er steht damit nicht im Widerspruch zu § 27 Abs. § 27 Abs. 2 Nr. Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe - (Artikel 1 des Gesetzes v. 26. Auf Hilfe zur Erziehung besteht ein Rechtsanspruch (vgl. Lebt ein Kind seit längerer Zeit in Familienpflege und wollen die Eltern das Kind aus der Pflegefamilie herausnehmen, kann das Familiengericht gern. Unter den Gesichtspunkten der Entstigmatisierung und Integration ist es notwendig, im Rahmen des SGB VIII (auch unter Einbeziehung körperlich und geistig behinderter Kinder und Jugendlicher) Leistungstatbestände zu schaffen, die ohne stigmatisierende Zuordnungen der Personen allein von bestehenden Problemlagen ausgehen, auf die mit fachlich adäquater Hilfe eines ganzheitlichen Hilfeansatzes reagiert werden kann. 7 f.) und der Entscheidungsfindung (Rz. 19; u.A. Mit sozialem Umfeld sind nicht nur Bezugspersonen gemeint, sondern auch andere (gleichgültig, ob positiv oder negativ bewertete) soziale und kulturelle Bedingungen, die die Lebenswelt des Kindes bzw. Auch die Begründung zum Gesetz ist nicht in diesem Sinn zu interpretieren. In dem Fall ist zu prüfen, ob Hilfe zur Erziehung als Verwandtenpflege gem. Die Problematik des Hilfeartenkatalogs liegt in der Gefahr eines unreflektierten „Anwendungszwanges“, den gesetzlich verankerte Beispielkataloge oftmals auf die Praxis ausüben. Die Liste ist unterteilt nach Zitaten in SGB VIII selbst, Ermächtigungsgrundlagen, anderen geltenden Titeln, Änderungsvorschriften und in aufgehobenen Titeln. 29 Ein internationales Abkommen von zentraler Bedeutung ist das sogen. in Hessen der Landeswohlfahrtsverband) als sachlich zuständig vor, wenn es sich um Erziehung in der Tagesgruppe (§ 32), um Vollzeitpflege (§ 33), um Erziehung in der Heimerziehung oder einer sonstigen betreuten Wohnform (§ 34) oder um Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35) handelte und wenn die „leibliche, geistige oder seelische Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen oder des jungen Volljährigen gefährdet oder geschädigt (war) und zur Abwendung der Gefahr oder zur Beseitigung des Schadens“ eine besondere erzieherische Hilfe notwendig wurde, die nur durch das Landesjugendamt sichergestellt werden konnte. § 27, Rz. sonstige betreute Wohnform (§ 34) und Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§ 35) ambulante und sogen. Eine Budgetierung des Haushalts, die die Orientierung der Hilfe am erzieherischen Bedarf im Einzelfall unmöglich macht oder einschränkt, widerspricht der klaren Vorgabe des § 27 Abs. 51-53). 58 im Zusammenhang mit der Unterbringung von Schulkindern in Schülerhorten oder der Unterbringung von 0-3jährigen Kindern in Tagespflege von Bedeutung sein. Die verfahrensrechtliche Bedeutung eines „Aushandlungsprozesses“ wird in der Literatur kontrovers diskutiert (dazu Lakies, NDV 1997, S. 217 f.; Maas, ZfJ 1997, S. 70 ff. 28 6 Abs. Auf sie kann aber nur dann verwiesen werden, wenn die Praxis entsprechende Angebote überhaupt vorhält und sie den erzieherischen Bedarf gleichermaßen decken. Von daher kann der Anspruch auf Hilfe zur Erziehung auch nicht kumulativ oder alternativ dem Kind oder dem Jugendlichen selbst zustehen. 66). Erziehung auch dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten und zu schaffen. 3 Satz 1 wird gleichzeitig klargestellt, dass auch andere Aspekte außer „Leistungen“ Bestandteile der Hilfe zur Erziehung sein können. die Bedingungen des Gemeinwesens als Ursachen sozialer Benachteiligung und als Ansatzmöglichkeiten für Jugendhilfeangebote thematisieren, finden bereits durch § 1 Abs. auch bei unbestimmten Rechtsbegriffen aus dem Sozial- und Jugendhilferecht ein Beurteilungsspielraum von der Rechtsprechung (z.B. § 31 SGB 1 untersteht nicht dem Vorbehalt abweichender Regelungen der besonderen Teile des SGB. Während des gesamten Verfahrens kann der Richter bis zur Rechtskraft des Urteils vorläufige Anordnungen über die Erziehung treffen oder die Gewährung von Leistungen nach dem SGB VIII anregen (§ 71 Abs. 9.1 Hilfe zur Erziehung als Sozialleistung. Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen Bestandteil einzelner Hilfearten sein können. 2 widersprechen einer Kombination der in §§ 28-35 enthaltenen Hilfearten. § 41 das Landesjugendamt bzw. § 27 Abs. auch § 35a Abs. Die Zweispurigkeit der sachlichen Zuständigkeit im JWG und damit der Kostenträger führte – verbunden mit den im JWG zur Verfügung gestellten unterschiedlichen Auffälligkeitskriterien (Rz. Die Anordnung des Gerichts ist ausschließlich an die Jugendlichen adressiert, das entsprechende Hilfsangebot der Jugendhilfe wahrzunehmen. Es gebietet nur eine Abwägung im Einzelfall gleich geeigneter Hilfearten. Die Offenheit des Hilfekatalogs kann für die Praxis z.B. 3 zu berücksichtigen, geschlechtsspezifische Benachteiligungen abzubauen. Darüber hinaus fordert die auf Grund der besonderen Problematik der Entscheidungsfindung (Rz. 7; zur Frage der Leistungsverpflichtung bei Zuständigkeitswechsel s. § 86c; zur Verpflichtung zum vorläufigen Tätigwerden eines nicht zuständigen örtlichen Trägers, wenn der örtliche Träger nicht feststeht bzw. Rz. 1 Satz 1 für Hilfe zur Erziehung und deren Weiterführung für junge Volljährige gern. z.B. § 27 Abs. Die Personensorgeberechtigten entscheiden als Anspruchsinhaber selbst, ob sie Hilfe zur Erziehung in Anspruch nehmen wollen oder nicht (vgl. Die Sanktionsform, Hilfe zur Erziehung i.S.d. Er bedarf als unbestimmter Rechtsbegriff der Auslegung bezogen auf den konkreten Einzelfall. Januar 1995: Bis Ende 1994 sah das KJHG in Art. 38 ff.). Die Rahmenbedingungen des Jugendstrafrechts für die Durchführung von Weisungen (u.a. § 27 Rz. 2 zu. Der Bedarfsbegriff ist als unbestimmter Rechtsbegriff näher zu konkretisieren. Er trägt für das Vorliegen atypischer Umstände die Beweislast. Der Gesetzgeber übersieht, das auch Kinder und Jugendliche Grundrechtsträger sind mit durch Art. 3 Satz 1 stellt klar, das therapeutische Leistungen grundsätzlich auch dann Jugendhilfeaufgabe sind, wenn die Krankenkassen keine Finanzierung übernehmen (zum Vorrang anderer Sozialleistungsträger s. § 10 Abs. 14. Die Degradierung zum „Rechtsobjekt“ (s. Rz. Bedeutung erlangt die Frage nach der kostengünstigsten Hilfeart ausnahmsweise bei gleich geeigneten Hilfearten. Durch das 1. 1 SGB X). Das Gesetzespaket trat am Konfliktsituation ist bezogen auf den Einzelfall zu bestimmen. Die gerichtliche Kontrolle der Tätigkeit der Jugendhilfeverwaltung steht den Verwaltungsgerichten zu. 7 JGG). Sie machten Erziehungsprobleme ausschließlich an den Kindern und Jugendlichen fest und stempelten sie zu „Mängelwesen“. Familienlastigkeit des SGB VIII. Unbeschadet des Antragserfordernisses bleibt dem öffentlichen Träger grundsätzlich ein Initiativrecht. Sie können dazu Hilfe zur Erziehung (z.B. 2 Satz 1 JGG kann danach grundsätzlich nur als explizit jugendstrafrechtliche Unterbringung verstanden werden, die im SGB VIII keine Anlehnung findet. Ein minderjähriger Elternteil, der gern. in §§ 1626, 1666, 1684, 1685 BGB). § 71 Abs. 16), ist vom Gesetz nicht vorgesehen. 11/5948, S. 42); gemeint ist dies aber allgemein im Hinblick auf ihre Stellung im Rahmen des Gesamtspektrums des neuen, differenzierten Leistungsangebots des Gesetzes. „Flexibilität“ des Hilfeangebots kann dabei im Interesse des Kindeswohls nicht ein regelmäßiges Verlegen bzw. Sie sehen die Vorschriften, die auf 27 SGB VIII verweisen. 1). (2) Hilfe zur Erziehung wird insbesondere nach Maßgabe der §§ 28 bis 35 gewährt. 17 2 Satz 1 JGG primär beabsichtigten „Verwahrung“. 1 SGB VIII legt die Voraussetzungen für die Hilfegewäh rung fest. Hilfe zur Erziehung greift erst dann, wenn der Vormund deutlich zum Ausdruck bringt (z.B. untergeordneten Berufen ausgebildet werden (vgl. 18). S. auch Jans/Happe/Saurbier, die eine „mittlere Lösung“ vertreten. 1995, S. 761 ff. der Pfleger (§ 1909 BGB). 14 ff. 6).*. Daraus folgt, dass Jugendhilfe grundsätzlich nicht an die Definitionen der Krankenkassen zum Begriff Therapie und zu den Therapiearten gebunden ist. Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe, Forum Jugendhilfe 1990, S. 9 f.; Deutscher Verein, Schriften Allgemeinen Inhalts 2/ 1989, S. 57; BAG Freie Wohlfahrtspflege, Unsere Jugend 1990, S. 180; Internationale Gesellschaft für Heimerziehung, JugendhilfeInformationen Sonderausgabe 1988, II; Sozialistische Jugend – Die Falken, Deutsche Jugend 1990, S. 148) und gegen das Votum des Bundesrates (BT-Drucks. Haben sie verschiedene gewöhnliche Aufenthalte, kommt der Frage nach der Personsorge und dem gewöhnlichen bzw. Soweit das SGB VIII auf die Erforderlichkeit von Hilfen und deren Ausgestaltung in Annäherung an die Formulierung von 6 Abs. 2 BSHG ermächtigt die Verwaltung ausdrücklich, über Form und Maß der Sozialhilfe nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden. SGB VIII eingefügt, um eine gesicherte Rechtsgrundlage für das Handeln der Fach-kräfte zu schaffen. Die Bestellung eines Ergänzungspflegers in Form eines Verfahrenspflegers wäre hier nur dann möglich, wenn den Kindern und Jugendlichen das Recht selbst zustünde, und die Personensorgeberechtigten nicht bereit wären, sie bei der Geltendmachung ihres Rechtes gesetzlich zu vertreten. 2 einschliessen. Darüber hinaus verhindert die jetzige Regelung das „Verschieben“ der Kinder und Jugendlichen aus Kostengründen. 2 in Verbindung mit § 36 SGB 1 so zu interpretieren, das Jugendlichen ab Vollendung des 15. III, Nr. des/r Jugendlichen geeignet und notwendig ist (s. dazu Rz. auch Fieseler, ZfJ 1997, S. 271 ff. Rechtsfolge des § 27 Abs. Professionelles Handeln setzt entsprechende organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen voraus. 10 58 ff. InhaberInnen des Rechtsanspruchs auf Hilfe zur Erziehung sind entgegen der früheren Rechtslage nach dem JWG nicht mehr die Kinder und Jugendlichen, sondern allein die Personensorgeberechtigten (zum veränderten Rechtsstatus der Kinder und Jugendlichen vgl. § 38 SGB 1 ist über § 37 SGB 1 nicht abdingbar, da er als Konkretisierung des aus dem Rechtsstaatsprinzip ableitbaren Grundsatzes der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung inhaltlich mit § 31 SGB 1 verbunden ist. 7, 2. 34 2 Satz 2 ausschließlich am erzieherischen Bedarf zu orientieren. Neben der Familie können das engere soziale Umfeld u.a. über sogen. D.h., das soziale Umfeld muss einbezogen werden; es sei denn, es liegen atypische Umstände vor, die eine Ausnahme davon zulassen. 11/6576, S. 87) und das in der Praxis der Jugendhilfe u.a. Rz. 2 JGG). Verweigern die Eltern mit der Zustimmung zur Fremdunterbringung z.B. 2 GG reklamiert wird (z.B. Rz. Ein mündlicher Verwaltungsakt ist schriftlich zu bestätigen, wenn daran ein berechtigtes Interesse besteht und der/die Betroffene dies unverzüglich verlangt (§ 33 Abs. 3 Für Eltern besteht bei der Inanspruchnahme von erzieherischen Hilfen im Gegenteil eher das Problem, bürokratische und psychologische Barrieren (u.a. 7 AuslG ah Ausweisungsschutz formuliert, das der Ausweisungsgrund nicht „für einen Minderjährigen, dessen Eltern oder dessen allein personensorgeberechtigter Elternteil sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten“, gilt. tatsächlichen Aufenthalt der Kinder und Jugendlichen ausschlaggebende Bedeutung zu (§ 86 Abs. Er bestimmt die für das Kindeswohl „richtige“ Entscheidung. Der Kindeswohlbegriff als Universalkategorie findet sich in unterschiedlichen Rechtsvorschriften und damit unterschiedlichen Sachzusammenhängen (z.B. 7). Die atypischen Umstände ergeben sich aus den Besonderheiten des Einzelfalles und können entsprechend den verschiedenen Formen des Einbeziehens (Rz. auch an einen Fall, in dem für die überwiegende Anzahl der 10jährigen Kinder einer Kommune ein Hortplatz zur Verfügung steht, für den Rest jedoch nicht. Die fehlende Begründung kann allerdings bis zum Abschluss des Widerspruchsverfahrens bzw. 2 Satz 2 ausschließlich am erzieherischen Bedarf zu orientieren haben, ist eine Auswahl der Hilfeart nach finanziellen Gesichtspunkten grundsätzlich nicht zulässig (BT-Drucks. „Outputorientierten Steuerung der Jugendhilfe“ aufgestellte „Produktpläne“, die allgemein definierten Problemlagen bestimmte Hilfearten („Produkte“) zuordnen (zur outputorientierten Steuerung in der Jugendhilfe vgl. Die verwaltungsgerichtliche Überprüfung beschränkte sich hier grundsätzlich auf die Fragen, ob die Verwaltung von einem zutreffenden und vollständigen Sachverhalt ausgegangen ist, ob Verfahrensfehler vorliegen und ob allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe (z.B. Im Übrigen ist diese Abkürzung nicht inhaltsleer, verweist sie doch auf den inhaltlich höchst bedeutsamen Umstand, dass das Kinder- und Jugendhilferecht in das Sozialgesetzbuch integriert und damit Teil des Sozialrechts ist. ; zur Anerkennung einer Legastheniker-Therapie als Hilfe zur Erziehung s. VGH Baden-Württemberg, Urteil v. 29.5.95, 7 S 259/94; s. auch Rz. bei Berücksichtigung des Auftrags der Jugendhilfe zur Förderung der Gleichberechtigung und zum Abbau der Benachteiligung von Mädchen (§ 9 Nr. (2) Hilfe zur Erziehung wird insbesondere nach Maßgabe der §§ 28 bis 35 gewährt. 1 und 2 macht es notwendig, das das Jugendamt seine Entscheidungen eingehend und nachvollziehbar begründet (s. dazu auch Rz. 11 /5948, S. 68). 1 als Voraussetzung für Angebote der Jugendsozialarbeit formuliert ist, reicht hier allein nicht aus. Zeitler/Schindler, § 35 Rz. 1), Hilfe zur Erziehung für behinderte Kinder und Jugendliche, Keine Hilfe zur Erziehung gegen den Willen der Personensorgeberechtigten im SGB VIII, Verhältnis zu familienrichterlichen Maßnahmen, Verfahren zur Gewährung der Hilfe zur Erziehung. 3). §§ 8, 27 SGB 1 auch von Jugendhilfeleistungen) zusteht, bezieht sich nach der neuen Rechtslage nicht mehr auf die Geltendmachung von Hilfen zur Erziehung. (1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im … Heilpädagogischer Qualifizierungskurs für Pflegeeltern, Voraussetzungen der Hilfe zur Erziehung (Abs. Jugendlicher, vgl. Das gilt auch für das Verhältnis von Hilfe zur Erziehung und Eingliederungshilfe für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, die gem. 19 f.). Die Leistungsverpflichtung richtet sich an den Träger der öffentlichen Jugendhilfe (§ 3 Abs. 3; s. auch BT-Drucks. Eine Ausnahme von der ausschließlichen Zuständigkeit des örtlichen Trägers für Hilfe zur Erziehung bildet nach dem SGB VIII der Fall, in dem es um erstmalige Leistung von Hilfe zur Erziehung an Deutsche im Ausland geht. Die Möglichkeit, seine fachliche Kompetenz in das Verfahren einzubringen, hat das Jugendamt u.a. Um einzelfallbezogene, am erzieherischen Bedarf orientierte Entscheidungen zur Hilfeart umsetzen zu können, ist ein breit gefächertes Angebot von Hilfen notwendig (zur Entwicklung neuer Hilfeformen vgl. 3 Satz 1). Rz. Rz. 38 f.). Rz. im Rahmen der sogen. ; Münder, ZfJ 1990, S. 490 ff. 19 f.). 5). § 27 Rz. 2). § 27 Abs. Dabei kommt eine Verknüpfung mit ambulanten, teilstationären und stationären Hilfen in Betracht (BT-Drucks. 1) – immer wieder dazu, einzelne Kinder und Jugendliche entsprechend zu definieren, um sie in die Zuständigkeit des jeweils anderen Kostenträgers verweisen zu können. 1988 wurden beispielsweise nur noch 11.142 Kinder und Jugendliche auf der Grundlage von FEH und nur noch 712 auf der Grundlage von FE untergebracht bzw. 25). Als Alternative zur Untersuchungshaft gilt grundsätzlich auch die einstweilige Unterbringung in einem Heim der Jugendhilfe (§ 72 Abs. 11-16). § 27 Abs. Familienbericht, 1975, S. 62 ff. Bei letzterem ist der ihm durch Entscheidung des Vormundschaftsgerichts übertragene Wirkungskreis ausschlaggebend (s. auch Rechtsstatus der Pflegeperson bei Familienpflege nach Übertragung von Angelegenheiten der elterlichen Sorge durch das Familiengericht, § 1630 Abs. § 4 Abs. 7), sie ist jedoch von ihren Begrifflichkeiten her zunächst als weniger belastend einzuschätzen als die früheren Kriterien. Sie sah vor, das bei nicht bedarfsgerechtem Angebot der Hilfearten gern. 15 Abs. 3 Satz 1 dahin interpretiert, das therapeutische Leistungen nur in Verbindung mit pädagogischen Leistungen als Hilfe zur Erziehung anzuerkennen sind (so z.B. Eine entscheidende Funktion kommt Hilfe zur Erziehung im Zusammenhang mit der sogen. S. auch Rz. Fieseler, ZO 1997, S. 273; Münder u.a., § 27 Rz. Darüber hinaus wurde z.T. 8b Absatz 1 SGB VIII Hompetsch-Cornetz/Hompetsch,1994),.Die therapeutischen Leistungen können sowohl inner- als auch außer-, halb von Jugendhilfeeinrichtungen erbracht werden. Gestalt- und Gruppentherapie. § 64, zu Möglichkeiten des Ausweisungsschutzes vgl. Zur Realisierung von Hilfe zur Erziehung sind – je nach dem im Einzelfall bestehenden Maß der Gefährdung und der zu erwartenden Mitwirkungsbereitschaft der Eltern bei der Planung und Durchführung der Hilfe zur Erziehung (§§ 36, 37) – grundsätzlich vor allem folgende Maßnahmeformen denkbar: 56 Jans/Happe/Saurbier, Erl. 1 ein subjektiv-öffentlicher Anspruch, d.h. ein einklagbarer Rechtsanspruch der Personensorgeberechtigten gegen den Träger der öffentlichen Jugendhilfe (so auch Ollmann, ZfJ 1995, S. 49). bis zur Erhebung einer Klage nachgeholt werden (§ 41 Abs. (1) Ein Personensorgeberechtigter hat bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe (Hilfe zur Erziehung), wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung, geeignet und notwendig ist. 2 Satz 1 macht deutlich, dass es sich bei den genannten Hilfearten nicht um eine abschließende Aufzählung, sondern um einen offenen Katalog handelt. bereits von Braunmühl/Kupffer/Ostermeyer, 1976; s. auch UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes 1989, ZfJ 1990, S. 578 ff.). inwieweit sie dem erzieherischen Bedarf im Sinne de § 27 Abs. Die Offenheit des Katalogs ermöglicht es, unter den Voraussetzungen des § 27 Abs. § 27 Abs. Beiden steht der Anspruch auf Hilfe zur Erziehung zu. Im1. Ist eine dem Kindeswohl entsprechende Erziehung nicht gewährleistet und beispielsweise ein Hortplatz – wegen seiner speziellen konzeptionellen Rahmenbedingungen, insbesondere der entstigmatisierenden Möglichkeit des Zusammenlebens mit Kindern ohne sogen. Er wird von dem erzieherischen Bedarf nach Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen in der Regel aber mit umfasst. Im Rahmen einer Novellierung des KJHG, die den kecken Namen Kick bekommen hat, wurde der 8a eingefügt. z.B. Sie galt auch nicht in den neuen Bundesländern (Einigungsvertrag, Anl. § 6. Damit entfällt auch die im JWG gesetzlich zugrunde gelegte Abstufung von Zugangskriterien für die einzelnen Hilfen wie „erzieherischer Bedarf“ bei Hilfe zur Erziehung gem. Außerdem kommt der Beteiligung der Betroffenen am Entscheidungs- und Planungsprozess der Hilfe (§ 36) die Funktion zu, einer einseitigen Auslegung des Kindeswohlbegriffs entgegenzuwirken. § 71 Abs. 3 Satz 2 ist als „Soll-Vorschrift“ formuliert. Die Neuregelung der Zuständigkeit durch das KJHG entsprach der Entwicklung in der Praxis. 6 Satz 1). Die durch das rechtliche Vakuum zwischen § 27 und § 1666 BGB hervorgerufene Schutzlosigkeit der Kinder und Jugendlichen stößt auf erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken (s. z.B. Die Staatsanwaltschaft sieht z.B. 7). Wenn durchaus einzelne Elemente der Hilfearten kombinierbar sind, ist nicht nachvollziehbar, warum die einzelnen Hilfearten selber nicht kombinierbar sein sollten, wenn gerade dadurch dem erzieherischen Bedarf entsprechende effektive Hilfe geleistet werden könnte (z.B. kann jedoch von der Anwendung der Vorschriften des SGB X über das Verwaltungsverfahren (§ 8 SGB X) bereits aus Gründen des  Rechtsstaatsprinzips, d.h. insbesondere der Rechtssicherheit und des effektiven Rechtsschutzes, nicht abgesehen werden (für die selbstverständliche Anwendung des SGB X auf die Hilfe zur Erziehung und für die Bescheidung über Hilfe zur Erziehung in Form eines Verwaltungsakts (§ 31 SGB X) u.a. 2 nach dem jeweiligen erzieherischen Bedarf im Einzelfall zu bestimmen ist. des/r Jugendlichen. Der zeitliche Umfang der Hilfe zur Erziehung orientiert sich mit Blick auf die Voraussetzungen des § 27 ausschließlich am erzieherischen Bedarf im Einzelfall und nicht an einer von pädagogischen Gesichtspunkten unabhängigen Festsetzung der Laufzeit. 26 f.). Der Zusatz „insbesondere“ in § 27 Abs. 2 verbunden werden können bzw. 2 Satz 2 genannt wird und sich auf § 27 Abs. 21). 34). Nach alter Rechtslage wäre es allein Aufgabe de: gesetzlichen Vertreters des Kindes gewesen, den entsprechender Antrag auf Hilfe zur Erziehung zu stellen. Damit würde auch das Sorgerechtssubjekt, nämlich die Eltern, ausgetauscht“ (BT Drucks. Betreut ein Vormund sein Mündel in der eigenen Familie, hat er nach der Rechtsprechung des BVerwG grundsätzlich zunächst keinen Anspruch auf Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege (§ 33), da die dem Kindeswohl entsprechende Erziehung durch seine Betreuung als gewährleistet gilt. 2 Satz 1 bewusst nur beispielhafte Aufzählung von Hilfearten u.a. 7) geht, muss die Entscheidung als die richtige angesehen werden, die sich unter professioneller Abwägung aller Umstände für die absehbare Zukunft im Entscheidungszeitpunkt als die richtige darstellt. Zu unterscheiden von der Frage, ob überhaupt eine für das Kindes- wohl ideale Lösung existieren bzw. 35 3). Das gilt insbesondere für Mädchen und junge Frauen, die nach wie vor – und vor allem im Rahmen von Heimerziehung – überwiegend in schlecht vermittelbaren bzw. 1993, S. 488 f.). 49 Anders z.B. auch Rz. 18, der nur von einer Verknüpfung mit ambulanten und stationären Hilfen ausgeht). 2 Nr. Rz. milie. Es enthält im Gegensatz zum JWG keine Rechtsgrundlage für vormundschaftsrichterliche Anordnungen von erzieherischen Hilfen und vollzieht damit einen entscheidenden Schritt zur Überwindung des Eingriffscharakters des bisherigen Jugendhilferechts.